Ellen Klauke Ph.D.

Heilpraktikerin

Individuelle Impfentscheidung. Der ‹Dachverband Anthroposophische Medizin in Deutschland› nimmt Stellung zur Impfdebatte.

goetheanum‹Das Goetheanum›
Individuelle Impfentscheidung
Der ‹Dachverband Anthroposophische Medizin in Deutschland› nimmt Stellung zur Impfdebatte: «Zurzeit kommt es in verschiedenen Bundesländern verstärkt zu Masern-Ausbrüchen. In den Medien beginnt die Suche nach den Verursachern der Epidemien. In diesem Zusammenhang werden immer wieder anthroposophische Ärztinnen und Ärzte beschuldigt, nicht zu impfen und oder Eltern vom Impfen abzuraten. Diese Anschuldigungen sind falsch. – Anthroposophische Ärzte sind nicht gegen Impfungen. Sie sind aber für die Respektierung der individuellen elterlichen Impfentscheidung. Dazu gehört natürlich auch, sich differenziert mit dem Thema auseinanderzusetzen und Vor- und Nachteile sorgfältig gegeneinander abzuwägen. Auch Fragen nach den langfristigen Auswirkungen einer Impfung sollten in Ruhe gestellt werden können – und zwar im jeweiligen Einzelfall. Eine Impfung im Kindesalter stellt immer einen Eingriff in das sich entwickelnde Immunsystem dar. Leider fehlen Untersuchungen über langfristige Impfauswirkungen und die Nachhaltigkeit von Impfprogrammen weiterhin fast vollständig. Als schwierig gilt die Studienlage auch, weil die Mehrzahl der wissenschaftlichen Studien über die Impfstoffsicherheit von Impfstoffherstellern (mit-)finanziert ist, sodass es kaum unabhängiges Studienmaterial gibt. Selbstverständlich informiert der anthroposophische Arzt die Eltern über die geltenden Empfehlungen der ‹Ständigen Impfkommission›. In dieser umfassenden Aufklärung werden alle Aspekte und möglichen Risiken, die bei einer Impfung eine Rolle spielen, individuell erörtert und abgewogen. Dabei ist der Arzt zu einer positiven Impfaufklärung ebenso verpflichtet wie zur Darstellung von Impfnebenwirkungen. Bei der Beratung erläutern die anthroposophischen Ärzte natürlich auch das jeweilige Krankheitsbild einschließlich der möglichen Komplikationen. Auch die Sorgen und Ängste der Eltern werden ernst genommen und mögliche Konsequenzen besprochen. Wichtig ist das Alter des Impflings: Kinderkrankheiten sind dann problematisch, wenn sie zum falschen Zeitpunkt, also entweder zu früh oder zu spät, auftreten. Vor diesem Hintergrund steht die anthroposophische Medizin standardisierten Impfvorgaben kritisch gegenüber und empfiehlt, eine Impfentscheidung vom individuellen Risiko – Alter, Gesundheitszustand, mögliche Unverträglichkeit etc. – abhängig zu machen, also eine sogenannte ‹risikoadjustierte› Entscheidung zu fällen.»
Volltext: http://buff.ly/15JXDCt · Quelle: DAMiD/CC

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