Ellen Klauke Ph.D.

Heilpraktikerin

BDH News 430: Studie. Hoffnung bei Zöliakie?

Zöliakie-Patienten könnten durch eine beabsichtigte Infektion mit Hakenwürmern ihre Glutentoleranz erheblich verbessern, so das Ergebnis einer aktuellen Studie aus Australien. (hier)

Cave: Eine Hakenwurminfektion ist für Schwangere, Kinder und unterernährte Patienten nicht ungefährlich.

In den entwickelten Ländern ist die Zöliakie wesentlich häufiger als in Entwicklungsländern. Ein Grund könne sein, dass in armen Ländern der Dünndarm häufiger mit Wurmparasiten befallen ist. Dieser Befall verändere immunologische Prozesse zum Vorteil der Zöliakie-Patienten.

Die Forscher infizierten zwölf Zöliakie-Patienten mit jeweils 20 Larven des Hakenwurms (Necator americanus). Die Teilnehmer nahmen über einen Zeitraum von zwölf Monaten steigende Glutenmengen zu sich. Die acht Teilnehmer, die die Studie beendeten, konnten relativ hohe Glutendosen tolerieren, ohne dass sich ihre Symptomatik verschlechterte. Auch das Dünndarmgewebe der Patienten zeigte nach den ersten Dosissteigerungen keine strukturelle Schädigung durch die Glutenzufuhr. Alle Patienten berichteten von einer verbesserten Lebensqualität. Die Forscher vermuten, dass die Besserung durch Proteine ausgelöst wird, die die Hakenwürmer sekretieren.

 

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