Ellen Klauke Ph.D.

Heilpraktikerin

Studie. Rheuma-Therapie mit anthroposophisch-integrativem Ansatz

 

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Je früher rheumatoide Arthritis behandelt wird, desto besser. So können die entzündlichen Prozesse möglichst (noch) gehemmt werden. Eine neue Studie zeigt, dass die Anthroposophische Medizin gerade in dieser Frühphase viel leisten kann – und zwar mit deutlich geringeren Nebenwirkungen als in der konventionellen Therapie. Ziele der Therapie einer rheumatoiden Arthritis sind die bestmögliche Hemmung entzündlicher Prozesse, die Schmerzlinderung und der Erhalt von Funktion und Kraft der Gelenke. Die neue Studie konnte nun zeigen, dass die anthroposophisch-integrative Therapie auch ohne den Einsatz von so genannten „Basistherapeutika“ (Disease-Modifying Anti-Rheumatic Drugs, kurz DMARD) gute Ergebnisse erzielt.

Weniger Nebenwirkungen
Um die Krankheitsentwicklung zu bremsen oder zu stoppen, werden in der Regel DMARD eingesetzt. Allerdings gehen diese Arzneimittel oft mit erheblichen, teils schweren Nebenwirkungen einher. Deshalb wollten die Forscher herausfinden, ob es vergleichbar wirksame Therapieverfahren gibt, die weniger Nebenwirkungen haben. Die wichtigsten klinischen Zielparameter für die Studie waren die Krankheitssymptome sowie Labordaten und Röntgenbefunde.

Integratives Therapiekonzept
Im Ergebnis zeigten die Forscher, dass es bei den Patienten in der anthroposophisch-integrativen Therapiegruppe, die ohne DMARD behandelt wurden, weniger Nebenwirkungen gab. Statt DMARD wurden spezifische anthroposophische Arzneimittel, Kunsttherapie, Eurythmietherapie, physiotherapeutische und pflegerische Maßnahmen, Ernährungsberatung sowie biographisch-therapeutische Gespräche eingesetzt. Kortison und andere Schmerz- und entzündungshemmende Arzneimittel (nicht-steroidale Antirheumatika) waren seltener erforderlich.

Besonders auffällig war, dass die anthroposophisch-integrativ behandelten Patienten ebenso gute Langzeitverläufe hatten wie die Patienten, die mit DMARD behandelt wurden – bislang hieß es in der Rheumatologie, DMARD müssten auch deswegen eingesetzt werden, um die Langzeitverläufe zu verbessern. Unter den anthroposophisch therapierten Studienpatienten mussten aber nur 6 % mit DMARD behandelt werden.

In die Studie CPAK (Chronische Polyarthritis Anthroposophisch vs. Konventionell) wurden 251 Patienten mit rheumatoider Arthritis in der Frühphase eingeschlossen; die Behandlung erfolgte in vier deutschen Zentren.

Die Studie finden Sie hier.

Aus BDH News Ausgabe Nr. 596

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