Ellen Klauke Ph.D.

Heilpraktikerin

BfR warnt: Exotische Souvenirs können giftige Pflanzensamen enthalten

 
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat aktuell vor den gesundheitlichen Risiken bestimmter Samen gewarnt, die Urlauber gerne aus dem Ausland mitbringen, ohne sich der Risiken bewußt zu sein. 
Aufgrund ihrer farblich ansprechenden Optik werden manche Samen auch als dekorative Elemente bei der Herstellung von Schmuck oder der Verzierung von Musikinstrumenten und Spielzeugen verwendet. 

Urlauber sind sich auf der Suche nach einem schönen Erinnerungsstück oft nicht des gesundheitlichen Risikos bewusst, das von diesen Samen ausgehen kann. Ein Beispiel ist die Paternostererbse, deren Samen Abrin enthält – eines der stärksten Pflanzengifte weltweit. Schon ein einzelner Samen enthält mit etwa 75 μg (Mikrogramm) genug Abrin, um bei einem Erwachsenen schwere Vergiftungen auszulösen. Bei Kindern kann eine Dosis zwischen 75 μg bis 150 μg zum Tod führen, bei Kleinkindern ist die tödliche Dosis deutlich geringer. Wird der Samen am Stück verschluckt, ist das Vergiftungsrisiko aufgrund der stabilen Außenschale gering. Wird die Schale aber beschädigt, etwa, weil sie für die Schmuckherstellung durchbohrt oder fälschlicherweise im Mund zerkaut wird, kann das Pflanzengift austreten. Die Samen der Paternostererbsen können leicht mit anderen, essbaren Samen verwechselt werden, so z.B. mit Pfeffer.

Ein weiteres Beispiel für giftige Pflanzeninhaltsstoffe ist die Rizinuspflanze. Alle Teile der Pflanze enthalten das starke Gift Rizin, bei dem die Vergiftungsanzeichen denen von Abrin ähneln. Die bohnenförmigen Samen  werden u.a. bei der Schmuckherstellung verwendet und können gerade von Kindern versehentlich mit Nüssen verwechselt werden. Die tödliche Dosis nach oraler Aufnahme liegt schätzungsweise bei etwa 1 mg/kg KG (Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht) (entspricht etwa fünf bis zehn Rizinussamen) bis 20 mg/kg KG. Die Aufnahme von nur wenigen (drei bis fünf) zerkauten Rizinussamen kann bei Kindern eine tödliche Vergiftung auslösen. 

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät daher insbesondere Touristen in exotischen Ländern zu besonderer Achtsamkeit beim Kauf von Produkten, die mit Pflanzensamen dekoriert sind oder z.B. in Pfeffermischuneng als vermeintlich essbaren Bestandteil enthalten. 

Weitere Informationen finden Sie hier.

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